Pressemitteilung
Fasching im Seniorentreff
Tanzen im Sitzen mit „Krapfenverträglichkeitsgarantie“
Stadtratsmitglied Urban Mangold und Seniorentreff-Leiterin Andrea Broschelm (mit Krapfen) und die fröhliche Sitztanzrunde. Foto: Friedsam
Passau/Rotthalmünster. Einmal im Monat bietet Seniorentreff-Leiterin Andrea Brodschelm von den Maltesern die Veranstaltung „Wir tanzen im Sitzen“ im Zwinger in Passau an. Sie ist ausgebildete Tanzleiterin für Tanzen im Sitzen des Bundesverband Seniorentanz e. V. (BVST). Die Nachmittage sind immer ausgebucht. Beim kürzlichen Treffen, das ganz im Zeichen des Faschings stand, hatte sie um Masken gebeten. Die reine Damenrunde kam dieser Bitte gerne nach. Und es gab eine ganz besondere Überraschung.
Das war eine bunte, von Anfang an ausgelassene Runde: Hüte, Mützen, Masken, Fühler und vieles mehr hatten die Besucherinnen mitgebracht. „Gute Laune und Fröhlichkeit haben wir zwar immer. Aber heute geben wir noch mehr Gas“, erklärte Andrea Brodschelm und dann legten die Damen auch schon los. Als Überraschungsgast war Stadtratsmitglied Urban Mangold in den Zwinger gekommen. „Er versorgt uns faschingsmäßig mit Krapfen“. Diese Ankündigung von Andrea Brodschelm wurde gleich mit Applaus quittiert.
Sie begann mit der Begrüßungspolka und die Seniorinnen machten voller Eifer mit. Ebenso Urban Mangold. Es folgten Twist, Samba, Rock‘ Roll und vieles mehr. Alle folgten mit großer Freude den Ansagen von Andrea Brodschelm, wie: „Rechts patschen, links patschen, Mittelpatsch.“ Und immer wieder war ihr anerkennend-lobendes „Jawoll!“ zu hören. An Urban Mangold gewandt, erklärte sie: „Viele können sich unter Tanzen im Sitzen nichts vorstellen. Wir sind flott und fit. Es ist auch etwas für das Gehirn und für die Mobilität.“
Es wurde aber nicht nur getanzt, sondern auch gesungen, wie etwa „Die Zuckerpuppe aus der Bauchtanztruppe“ oder „Da sprach der alte Häuptling der Indianer.“ Für zusätzliche Erheiterung sorgten die Witze, die Andrea Brodschelm immer wieder zum Besten gab. Zum Schluss erklärte Urban Mangold: „Bei den Übungen muss man sich schon konzentrieren. Das war eine Herausforderung auch für mich Jüngeren.“
Bevor es dann ans Krapfenessen ging, erklärte Urban Mangold noch einiges dazu: „Das sind keine normalen Krapfen. 1919 hat mein Großvater die Konditorei eröffnet. Mein Vater übernahm sie und jetzt macht es mein Bruder.“ Er hatte die Faschingskrapfen an diesem Tag extra von der Konditorei seines Bruders in Rotthalmünster geholt. Dieser hatte ihm Notizen zu dem Backwerk mitgegeben, über die Urban Mangold informierte: „Krapfen sorgen häufig für unangenehmes Aufstoßen. Das ist bei diesen nicht der Fall. Denn der Teig ist mit Butter und Eigelb hergestellt, es wurde keine Billigmargarine verwendet. Zum Backen wurde hochwertiges Siedefett verwendet. Und die Teigführung war wie beim Vorteig von vor einhundert Jahren.“ Teigführung bezeichnet die Art und Weise, wie man den Teig gehen lässt. „In dieser Herstellung gibt es eine absolute Krapfenverträglichkeitsgarantie“, versprach Urban Mangold.
Die Damen ließen sich die Krapfen schmecken und waren voll des Lobes: „Die schmecken sehr gut, die fetteln nicht, die schmecken wie bei Mama, die schmecken sensationell“, waren einige der Rückmeldungen.
Ein großes Lob sprach Urban Mangold „an Andrea Brodschelm und an die Malteser“ aus, bevor er sich verabschiedete. „Wenn jemand mit einem Lächeln heimgeht, dann war das eine schöne Veranstaltung und belohnt alle, die für ältere Menschen engagiert sind.“
