Pressemitteilung
ÖDP: „Die Mehrfach-Busfahrkarte ist ein Problem!"
Kastner und Mangold: „Viele sagen: Da steigt man nicht mehr in den Bus!"
Paul Kastner und Urban Mangold sind die ÖDP-Vertreter im Stadtwerke-Aufsichtsrat und wollen mit guten Angeboten Kunden für die Stadtwerke zurückgewinnen. Foto: Anna Mangold.
ie ÖDP-Stadträte Paul Kastner und Urban Mangold sprechen sich dafür aus, nach der Kommunalwahl die Kosten der Mehrfach-Busfahrkarte zu überdenken: „Viele Bürger sagen uns: Der Preis ist zu hoch. Da steigt man nicht mehr in den Bus".
Vor der Wahl will die ÖDP keinen Antrag mehr stellen, weil ohnehin keine Sitzung mehr anberaumt ist, aber „nach der Wahl wollen wir in Ruhe zusammen mit allen, denen der Busverkehr am Herzen liegt, ein Gespräch führen, ob man den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern nicht doch entgehen kommen könnte", sagt Stadtrat Urban Mangold.
„Wenn ein Ehepaar, das nicht regelmäßig Bus fährt und folglich keine Monatskarte hat, in die Stadt will, dann kostet das derzeit hin und zurück acht Euro. Das ist einfach viel zu viel. Wer ein Auto hat, fährt dann lieber damit in die Stadt", so Kastner und Mangold. Die beiden ÖDP-Politiker fordern „ein Busangebot, dass die Menschen überzeugt, das Auto stehen zu lassen und zur Verkehrsentlastung in der Innenstadt beizutragen. Wir sind sicher, dass die Stadtwerke mit der derzeitigen Preispolitik Kunden verloren haben. Jedenfalls sagen uns das viele Busfahrgäste".
Den ÖDP-Stadträten ist bewusst, dass gegen solche Verbesserungen sofort Widerspruch kommen wird. „Wer soll das bezahlen, wird gefragt werden. Freilich muss ein finanzieller Ausgleich von der Stadt kommen. Es sind aber in jedem Haushaltsjahr Ausgaben zu finden, auf die die Stadt auch verzichten könnten: der unsinnige und waldzerstörende Ausbau der Patrichinger Kreuzung zum Beispiel, der die Stadt mindestens 1,8 Millionen Euro kosten wird. Oder die überflüssige nördliche Einfädelspur an der Straußbrücke, die insgesamt auch rund 2 Millionen Euro gekostet hat. Solche Beträge könnten wir auch für den ÖPNV verwenden. Wenn man nur will und die richtigen politischen Schwerpunkte setzt, dann ist ein erschwingliches attraktives Busangebot auch möglich", so Kastner und Mangold.
